DSFinV-K in der Praxis: Kassendaten für die Betriebsprüfung
Die DSFinV-K (Digitale Schnittstelle der Finanzverwaltung für Kassensysteme) ist das einheitliche Format, in dem elektronische Kassen in Deutschland ihre Aufzeichnungen für Betriebsprüfung und Kassennachschau bereitstellen müssen. Die Prüfsoftware der Finanzverwaltung liest die Tabellen direkt ein.
Was der Export enthält
Der Export gliedert sich in drei Ebenen. Die Einzelaufzeichnungen enthalten jeden Geschäftsvorfall mit Positionen, Preisen, Steuersätzen, Rabatten und Zahlart. Die Stammdaten beschreiben Kassen, Bediener, Artikel und Warengruppen. Die Kassenabschlüsse fassen die Tageswerte zusammen. Jede Buchung verweist auf die zugehörigen TSE-Daten. Ein Prüfer kann so abgleichen, ob jede signierte Transaktion in der Kasse auftaucht und umgekehrt.
Wie der Prüfer an die Daten kommt
Die GoBD kennen drei Arten des Datenzugriffs: Z1, der unmittelbare Lesezugriff des Prüfers auf das System, Z2, die Auswertung durch den Betrieb nach Vorgaben des Prüfers, und Z3, die Überlassung der Daten auf einem Datenträger. Die Verantwortung für die Bereitstellung liegt beim Betrieb, nicht beim Kassenaufsteller.
Den Export vorher testen
Einmal testweise einen Jahresexport erzeugen beantwortet drei Fragen: Wer im Betrieb kann ihn bedienen? Wie lange dauert er? Stimmen die Kassenabschlüsse mit den gebuchten Tageswerten überein? Wer das erst bei der Nachschau klärt, verhandelt aus der schwächsten Position.
Archivierung und Kassenwechsel
Die Daten müssen über die gesamte Aufbewahrungsfrist maschinell auswertbar bleiben. Beim Kassenwechsel müssen die Altdaten deshalb für alle drei Zugriffsarten verfügbar bleiben. Ein PDF oder Ausdruck ersetzt die Rohdaten nicht.
Was der Export verrät
Exporte scheitern selten an der Technik, häufig an fehlenden Zugangsdaten oder an Zeiträumen, die beim Update nicht mitgenommen wurden. Inhaltlich fällt im Export auf, was an der Kasse schiefläuft: Sammelartikel wie „Diverses“, dauerhafte Trainingsbuchungen, Stornos kurz vor dem Abschluss oder Lücken in den Transaktionsnummern der TSE.
Häufige Fragen
Ist der DSFinV-K-Export dasselbe wie der TSE-Export?
Nein. Der TSE-Export enthält die signierten Rohdaten der Sicherheitseinrichtung, die DSFinV-K die strukturierten Kassendaten. Geprüft wird gerade der Abgleich beider. Bei einer Prüfung werden in der Regel beide angefordert.
Wie lange müssen die Daten aufbewahrt werden?
Bücher und Aufzeichnungen zehn Jahre, Buchungsbelege seit 2025 acht Jahre. Die Einzelaufzeichnungen der Kasse sind Aufzeichnungen, für sie gilt im Zweifel die längere Frist.
Was, wenn meine alte Kasse keinen DSFinV-K-Export kann?
Für Zeiträume, in denen die Vorgaben galten, ist das ein Mangel. Mit dem Steuerberater klären, wie die Altdaten bestmöglich maschinell auswertbar bereitgestellt werden.
So löst OktoPOS das
Der OktoPOS Manager archiviert DSFinV-K- und TSE-Exporte automatisch und hält sie für Prüfungen bereit, ohne Techniker und ohne Suche.
Stand: 6. November 2026. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Für verbindliche Auskünfte zu Ihrem Einzelfall wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater oder Rechtsanwalt.
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